
 20.05.2010 Die Geschichte der Scharfrichter und Henker

Über die Scharfrichter und Henker einen Artikel zu schreiben ist gar keine so einfache Sache, da die Entstehung im Allgemeinen und hier in Europa im Besonderen doch eine recht ineinander überfließende Sache war.
Angefangen hat es mit dem ersten "offiziellen" Todesurteilkandidaten im alten Griechenland, der Philosoph Sokrates, der in den Genuss eines Schierlingsbechers kam. Ein Getränk gebraut aus der Schierlingswurzel, den er selber noch im Kreise seiner Familie nehmen durfte. Im Altertum gab es eigentlich weder bei den Römern noch bei den "Germanen" (verallgemeinerter Ausdruck für die in "deutschem Lande" ansässigen Bewohner) den Henker an sich. Die Römer ließen sowas von Sklaven (meist am Anfang bei Totenfeiern, später bei Gladiatorenkämpfen zur Belustigung des Volkes) erledigen. Am Anfang noch bei offiziellen Hinrichtungen hatten dieses die Ädilen, niedere Adlige die für die Ordnung der Foren zuständig waren, auszuführen. Bei den Germanen oblag diese Handlung meist den Familien der Opfer, die den Mörder nach einem offiziellen Thing-Urteil, welches von allen gefällt wurde, selber hinrichteten, so sich dieser nicht auslösen konnte.
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